Der Haydarpaşa-Bahnhof

Der Haydarpasa-Bahnhof, 2013 Bild vergrößern Der Haydarpasa-Bahnhof, 2013 (© Mehmet Erken) Der Bahnhof Haydarpaşa, auf der asiatischen Seite des Bosporus gelegen, war neben dem Bahnhof Sirkeci auf der europäischen Seite der zweite große Bahnhof Istanbuls. Der Kopfbahnhof liegt innerhalb des Hafengeländes Haydarpaşa. Nördlich des Personenbahnhofes befindet sich der kombinierte Güter- und Hafenbahnhof. Im Bahnhof Haydarpaşa begannen die türkischen Bahnlinien in Richtung Anatolien, Iran, Irak und Syrien. Seit 1930 war er zudem Ausgangspunkt des Taurus-Express. Der Bahnhof Haydarpaşa ist eine Zwischenstation der Bosporusfähren Eminönü–Kadıköy und Karaköy-Kadıköy. Außerdem dient er als Endpunkt der östlichen Linie der S-Bahn.

Der Bahnhof wurde durch die Firma Philipp Holzmann nach Plänen der deutschen Architekten Otto Ritter von Kühlmann und Hellmuth Cuno als Ausgangspunkt der Anatolischen Eisenbahn und in ihrer Fortsetzung der Bagdadbahn erbaut. Mit dem Bau wurde am 30. Mai 1906 begonnen, die Einweihung erfolgte am 19. August 1908.

Am 28. November 2010 kam es bei Reparaturarbeiten zu einem Brand, bei dem das Dach und die 4. Etage des Bahnhofsgebäudes zerstört wurden. Das Dach wurde anschließend nur notdürftig repariert. Im Zusammenhang mit dem Marmaray-Projekt einer Untertunnelung des Bosporus wird der Bahnhof ab 2014 seine Funktion verlieren. In einem Teil soll dann ein Museum eingerichtet werden. Im anderen Teil wird ein Hotel mit angeschlossenem Einkaufszentrum untergebracht. Am 28. Februar 2012 meldete die taz, dass bereits seit Anfang Februar 2012 bis auf die S-Bahnen keine Eisenbahnen mehr im Bahnhof verkehren. Auf der seeseitgen Seite des Bahnhofes, an dem die Fähre in den europäischen Teil der Stadt anlegen, steht eine kleine Denkmaldampflok.

Der Haydarpaşa-Bahnhof

Innenbereich Haydarpaşa-Bahnhof