Geburtsanzeige

Hebamme (r), Mutter und Kind Bild vergrößern Hebamme (r), Mutter und Kind (© dpa/pa) Ist Ihr Kind in der Türkei auf die Welt gekommen und möchten Sie eine deutsche Geburtsurkunde erhalten?

Dann besteht die Möglichkeit, die Geburt Ihres Kindes nachträglich in Deutschland beurkunden zu lassen.

WICHTIG: Die nachträgliche Beurkundung im deutschen Geburtenregister ist nicht verpflichtend. Die türkische Geburtsurkunde auf internationalem Formular (Uluslararası Doğum Kayıt Örneği – Formül A) wird in Deutschland ohne Übersetzung und Apostille anerkannt. Auch für die Passbeantragung für Ihr Kind ist eine deutsche Geburtsurkunde bzw. Geburtsanzeige nicht erforderlich.

Wenn Sie eine Geburtsanzeige abgeben möchten, dann wird diese von den deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei entgegengenom­men und an das zuständige Standesamt in Deutschland weitergeleitet. Nach der Beurkundung im Geburtenregister können Sie zusätzlich zu der türkischen Geburtsurkunde auch eine deutsche Geburtsurkunde erhalten. Voraussetzung ist, dass Ihr Kind im Zeitpunkt der Antrag­stellung die deutsche Staatsangehöriger besitzt. Die Antragstellung ist unbefristet möglich.

Für die Geburtsanzeige werden folgende Dokumente benötigt:

  • Reisepässe/Ausweispapiere der Eltern und des Kindes (sowohl deutsche als auch ausländische)
  • ggf. Aufenthaltserlaubnisse der Eltern und des Kindes („İkamet Tezkeresi") für die Türkei oder Mavi Kart
  • türkische Geburtsurkunde des Kindes („Uluslararası Doğum Kayıt Örneği", Formül A)
  • Geburtsbescheinigung ("doğum belgesi") des Krankenhauses mit Übersetzung

Bei verheirateten Eltern:

  • Heiratsurkunde (bei Eheschließung in der Türkei internationale Heiratsurkunde: „Uluslararası Evlenme Kayıt Örneği“, Formül B)
  • Geburtsurkunden der Eltern (bei Geburt in der Türkei: „Uluslararası Doğum Kayıt Örneği", Formül A; bei Geburt in Deutschland die deutsche Geburtsurkunde)

Bei Eheauflösung:

  • Sterbeurkunde oder Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk, ggf. Anerkennungsurteil

Bei nicht miteinander verheirateten Eltern:

  • Geburtsurkunde der Mutter(bei Geburt in der Türkei: „Uluslararası Doğum Kayıt Örneği", Formül A; bei Geburt in Deutschland die deutsche Geburtsurkunde)
  • ggf. Nachweis der Anerkennung der Vaterschaft und Geburtsurkunde des Vaters
  • ggf. Sorgeerklärung für das Kind
  • ggf. deutsche Geburtsurkunden von Geschwisterkindern
  • falls ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erworben hat, die Einbürgerungsurkunde
  • bei Wohnort eines Elternteils in Deutschland: Abmeldebescheinigung des innerdeutschen Wohnsitzes
  • Sollten Sie die türkische Staatsangehörigkeit besitzen oder früher besessen haben,
  • so legen Sie bitte einen aktuellen und vollständigen Auszug aus dem türkischen Personenstandsregister vor („Yorumlu Nüfus Kayıt Örneği“).

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass im Einzelfall weitere Unterlagen nachgefordert werden können.

Für die Aufnahme der Geburtsanzeige selbst fallen keine Gebühren an. Es können jedoch für Beglaubigungen von Kopien Kosten für Sie entstehen (mind. 10 Euro Gebühr). Bitte bringen Sie die geforderten Unterlagen im Original und in zweifacher Kopie zu Ihrem Termin mit. Müssen die Kopien in der Auslandsvertretung gefertigt werden, dann fallen pro Seite Auslagen in Höhe von 0,50 Euro an. Wenn gleichzeitig noch eine Namenserklärung abgegeben wird, entstehen zusätzliche Gebühren in Höhe von 25 Euro. Das deutsche Standesamt erhebt nach Eintragung der Geburt des Kindes in das deutsche Geburtenregister und je nach Urkundenbestellung eine Gebühr, die entsprechend des jeweiligen Landesrechts unterschiedlich hoch ist. 

Alle Angaben in diesem Merkblatt beruhen auf Erkenntnissen und Einschätzungen der Auslandsvertretungen in der Türkei zum Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann keine Gewähr übernommen werden.