Artenschutz und Schutz von Kulturgütern in der Türkei

Hethiter in den Botschaften Bild vergrößern Hethiter in den Botschaften (© Prof. Dr. Tayfun Yildirim, Archiv: Corum Museum) Die Türkei ist ein Land, das außerordentlich reich ist an Natur- und Kulturschätzen. Abwechslungsreiche Landschaften bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat und in nahezu allen Landesteilen gewähren archäologische Ausgrabungsstätten und Museen Einblicke in das Leben früher Hochkulturen und in die vielfältige und abwechslungsreiche Kulturgeschichte des Landes. Damit diese Schätze auch für kommende Generationen erhalten werden können, ist es notwendig, sie durch Gesetze und Kontrollen zu schützen.

Als Reisende können auch Sie zum Artenschutz und zum Erhalt von Kulturgütern beitragen. Bitte beachten Sie auch, dass Verstöße gegen Vorschriften und Verbote in diesem Bereich empfindliche rechtliche Konsequenzen haben können. Türkische Behörden verstehen keinen Spaß und zeigen sich selten nachsichtig, wenn es um den Schutz von archäologischen Fundstücken oder seltenen Tier- und Pflanzenarten geht! Wer beim unerlaubten Sammeln von tierischen oder pflanzlichen Proben, mit einer antiken Münze im Handgepäck oder beim Beschädigen einer Ausgrabungsstätte erwischt wird, muss mindestens mit Festnahme durch die Polizei, einer Einreisesperre in die Türkei und einer Geldstrafe rechnen.

Bitte beachten Sie daher die folgenden Hinweise:

  • Verhalten Sie sich beim Besuch von Ausgrabungsstätten, (Freiluft)Museen und kulturellen Stätten respektvoll. Beachten Sie Warnschilder und Hinweistafeln. Klettern Sie insbesondere nicht auf Mauern und Steine. Beschädigen Sie keine Ausstellungsstücke, schreiben Sie nicht auf Wände und ritzen Sie nichts ein
  • Nehmen Sie nichts mit, was nicht Ihnen gehört. Insbesondere keine Steine, Fossilien, Tonscherben oder Münzen. Auch was in Ihren Augen nur wie ein normaler Stein aussieht, kann ein Fundstück sein. Kaufen Sie keine Souvenirs aus zweifelhafter Quelle und lassen Sie sich beim Kauf einer Nachbildung immer einen schriftlichen Nachweis darüber geben, dass es sich um eine Nachbildung handelt, damit Sie diesen bei Bedarf vorzeigen können.
  • Entnehmen Sie keine tierischen oder pflanzlichen Proben ohne vorher bei der zuständigen türkischen Stelle eine Genehmigung einzuholen, insbesondere dann, wenn es sich um eine geschützte Tier- oder Pflanzenart handelt.Dazu gehören das Sammeln von lebenden Tieren und Pflanzen, Eiern, Muscheln, Samen, Knollen oder Zwiebeln und Pflanzenteilen, der Erwerb von Pelzen, Elfenbein und anderen tierischen Produkten ungeklärter Herkunft, sowie Jagd, Fischfang und das Fangen von Insekten. Falls Sie vorhaben, wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen, und zu diesem Zweck Tier- oder Pflanzenproben entnehmen möchten, informieren Sie sich bitte unbedingt vorab bei der zuständigen türkischen Auslandsvertretung über die dafür notwendigen Genehmigungen.
  • Neben artgeschützten Tieren dürfen auch einige andere Tiere nicht, oder nur mit einer speziellen Genehmigung aus der Türkei ausgeführt werden.Nach derzeitigem Kenntnisstand der Deutschen Botschaft Ankara gilt das beispielsweise für reinrassige Anatolische Hütehunde (Kangal) und Türkische Angorakatzen.
  • Vorsicht auch beim Kauf von Antiquitäten: Gehen Sie sicher, dass der Händler die Stücke, die er Ihnen verkauft legal erworben hat und führen Sie Nachweise über den Kauf bei sich, die Sie bei Bedarf vorzeigen können.

Weitere Hinweise finden Sie rechts auf den Seiten des Zoll und des Auswärtigen Amtes.

Weiterführende Seiten

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Hinweise zur Mitnahme von exotischen Souvenirs, zum Washingtoner Artenschutzabkommen und zu Einfuhrverboten und –beschränkungen gibt auch der deutsche Zoll.

Bitte beachten Sie auch den Flyer zum illegalen Kulturguthandel.