"O’ zapft is": 200 Jahre Oktoberfest

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zapfte am Samstag (18.09.2010) in München auf dem Oktoberfest das erste Fass Bier an. Bild vergrößern Münchens Oberbürgermeister Christian Ude zapfte am Samstag (18.09.2010) in München auf dem Oktoberfest das erste Fass Bier an. (© picture alliance / dpa) Das Münchner Oktoberfest, oder pragmatisch-bayerisch einfach nur „Wiesn“, bedeutet mehr als zwei Wochen Ausnahmezustand in der süddeutschen Metropole. Jedes Jahr kommen rund sechs Millionen Menschen – unter ihnen auch viele Gäste aus dem Ausland – auf die Theresienwiese und feiern – ausgiebig und ausgelassen, stilecht mit Dirndl und Lederhose. Eine Party der Superlative ist auch in diesem Jahr zum 200. Geburtstag garantiert. In den Festzelten wird gesungen, getanzt, geschunkelt, gegessen und getrunken. Rund 66.000 Hektoliter Bier wurden 2009 ausgeschenkt, mehr als 100 Ochsen und 488.000 Brathendl gegrillt. Vom Olympia Looping, der beliebten Achterbahn, und dem 50 Meter hohen Riesenrad bis zur Zugspitzbahn durch eine Winterlandschaft: Die verschiedenen Fahrgeschäfte zählen zu den Attraktionen des Festes.

Festzelt - Schottenhammel - auf dem Oktoberfest, Muenchen - 22.09.2010 Bild vergrößern (© picture-alliance / dpa) Zum runden Geburtstag hat sich die Stadt München außerdem etwas Besonderes einfallen lassen: Auf dem Südteil des Festareals ist die historische Wiesn entstanden, die an alte Oktoberfestzeiten erinnern soll. Damals hat alles ganz vornehm angefangen. Am 17. Oktober 1810 feierten vor den Toren Münchens Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese ihre Hochzeit. So kurz vor Beginn der neuen Brausaison wurden bei dieser Gelegenheit auch gleich die Reste des alten Biers getrunken. Die Wiese heißt seitdem Theresienwiese, und das Fest wird kurz „Wiesn“ genannt. Und im Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag wird auf ihr sogar noch einen Tag länger gefeiert als sonst üblich.

© www.magazin-deutschland.de