Deutschland und Türkei wollen agrarpolitische Zusammenarbeit vertiefen

Deutscher und Türkischer Staatssekretär unterzeichnen zusammen die Absichtserklärung Bild vergrößern Deutscher und Türkischer Staatssekretär unterzeichnen zusammen die Absichtserklärung (© BMEL) Deutschland und die Türkei wollen ihre agrarpolitische Zusammenarbeit verstetigen und vertiefen. Das vereinbarten beide Länder im Rahmen der 22. Sitzung des Deutsch-Türkischen Lenkungsausschusses für Ernährungs- und Agrarpolitik am 11. Januar 2017 in Berlin.

Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), und sein türkische Amtskollege, Herr Dr. Nusret Yazıcı, sprachen sich bei ihrem Treffen im BMEL dafür aus, den langjährigen Dialog zwischen den Agrarressorts beider Länder fortzuführen und mit Blick auf die Themen Veterinärangelegenheiten, Pflanzengesundheit und Saatgut zu intensivieren.

Zudem unterzeichneten beide Länder eine Gemeinsamen Absichtserklärung über die Zusammenarbeit im Bereich des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens. Die Unterzeichnung besiegelte formell eine bereits im Rahmen des Bilateralen Kooperationsprogramms des BMEL gestartete Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Das Projekt zielt auf den Ausbau effizienter und transparenter Strukturen, ein gutes und zukunftsorientiertes Management sowie die Förderung der Kooperation und Zusammenarbeit der zentralen und regionalen Genossenschaftsverbände in der Türkei.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte zuletzt bei einem Besuch der Gartenbau-EXPO in Antalya im Oktober 2016 die Bedeutung der Türkei als wichtigem langjährigen Handelspartner Deutschlands herausgestellt. Er hatte sich dabei dafür ausgesprochen, die enge Partnerschaft im Agrarbereich fortzusetzen. Das Projekt zum Genossenschaftswesen soll u.a. mit dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Familienbetriebe zu stärken und ländliche Strukturentwicklung in einer immer stärker globalisierten Welt gemeinsam zu gestalten.